Versorgungssicherheit

Brennwerttechnik und Solar: Öl oder Gas?

Ölheizungsbesitzer können sich auf eine sichere Versorgung mit flüssigen Brennstoffen verlassen:

  • Mit dem Heizöltank verfügen Ölheizungsbesitzer über ihren eigenen Langzeit-Energiespeicher. Darin lagert in der Regel ein Energievorrat für mehr als eine Heizperiode.
  • Die Belieferung mit flüssigen Brennstoffen baut auf eine flexible Infrastruktur: Heizöl kann per Pipeline, Bahn, Schiff und Tankwagen transportiert werden. Selbst wenn ein Lieferweg unterbrochen wäre, stünden ausreichend Alternativen zur Verfügung
  • Deutschland importiert Erdöl aus mehr als 30 Ländern. Daher gibt es keine einseitigen Abhängigkeiten.
  • Der Erdölbevorratungsverband (EBV) hält ständig mindestens die Menge an Heizöl auf Lager, die Deutschland in 90 Tagen verbraucht. Zudem lagern in den Tanks der Verbraucher in der Regel Vorräte für mehr als eine Heizperiode.
  • Die Erdölreserven und -ressourcen liegen mit derzeit rund 560 Milliarden Tonnen so hoch wie noch nie. Dank ausgefeilter Technik wurden in den vergangenen Jahren immer weitere Erdölreserven entdeckt und wirtschaftlich förderbar. Durch modernste Fördertechniken können bestehende Quellen zudem immer besser ausgeschöpft werden.

 

Unabhängig dank eigenem Tank

Der persönliche Energievorrat im eigenen Tank macht unabhängig. Denn zum einen können Liefermenge und Liefertermin selbst bestimmt und so günstige Marktlagen genutzt werden, zum anderen ist der Energielieferant frei wählbar.

So können Ölheizungsbesitzer ihre Wärmekostenrechnung günstig beeinflussen. Denn mit dem Tank haben sie einen eigenen Energiespeicher im Haus. Das erlaubt ihnen, Hochpreisphasen gänzlich oder mit kleineren Bestellmengen zu überbrücken. Bei fallenden Kursen können sie dann vergleichsweise preiswert nachtanken.

Wer eine Ölheizung hat, zahlt keine Grundgebühr. Dagegen wird bei leitungsgebundenen Energien wie Gas auch dann eine Grundgebühr berechnet, wenn kein Brennstoff verbraucht wird.


Öltank als Langzeit-Energiespeicher

Zukünftig dürfte die Energiebevorratung zuhause noch an Bedeutung gewinnen: Da zum Beispiel immer mehr Sonnenenergie genutzt wird und sich Heiztechnik und Dämmung verbessern, wird der Energieverbrauch für die Wärmeversorgung in Zukunft sinken. Größere Wärmemengen werden dann nur noch in relativ kurzen Phasen benötigt. 


Hohe Infrastrukturkosten, wie sie etwa bei zentraler Energieversorgung zu erwarten sind, fallen bei der individuellen Heizölbevorratung im Tank nicht an. Der Öltank wird mehr und mehr zum Langzeit-Energiespeicher für flüssige Energie.

Effiziente Technik: Energie und Geld sparen mit Öl-Brennwerttechnik

Die Zahlen sprechen für sich: Moderne Öl-Brennwertheizungen sind hoch effizient, denn der Nutzungsgrad liegt bei bis zu 98 Prozent. Mehr ist physikalisch kaum möglich. In vielen Haushalten sind allerdings noch veraltete Heizungen in Betrieb, die unnötig Energie verschwenden.


Modernisieren oder System wechseln?

Eine Modernisierung kostet meistens weniger als die Umstellung auf ein anderes Heizsystem. Und wer seine alte Ölheizung durch ein Öl-Brennwertgerät ersetzt, kann seinen Energieverbrauch auf einen Schlag um bis zu ein Drittel senken.


Die Investition ist vergleichsweise gering und macht sich durch die Energieeinsparung in einem überschaubaren Zeitraum bezahlt. Die Heizungsmodernisierung wird zudem mit staatlichen Fördergeldern unterstützt. Kaum eine andere Modernisierungsmaßnahme im Haus weist eine so attraktive Kosten-Nutzen-Bilanz auf.


Vielfältig kombinierbar

Die Öl-Brennwerttechnik lässt sich sehr gut mit regenerativen Energien wie Solar und Holz kombinieren. Als dritte erneuerbare Energie kommt Bioheizöl infrage. Die Wärmeversorgung fußt auf mehreren Säulen. Das bedeutet mehr Unabhängigkeit bei der Energieversorgung. Der Verbrauch fossiler Energie sinkt.


Niedrige Emissionen

Modernere, regelmäßig gewartete Öl-Brennwert-Heizungen überzeugen durch sehr niedrige Emissionen, insbesondere wenn schwefelarmes Heizöl verwendet wird.
Durch den Einsatz von schwefelarmem Heizöl wird außerdem der Heizkessel geschont und die Lebensdauer der Heizung erhöht. Gleichzeitig wird die Energie noch effizienter genutzt, was die Umwelt entlastet.

Und wer seinen alten Kessel auf Öl-Brennwerttechnik umstellt, spart bis zu 30 Prozent Heizöl. Damit werden sowohl die Energiekosten als auch die Treibhausgasemissionen in gleicher Größenordnung gesenkt.


Öl-Brennwerttechnik


Öl-Brennwerttechnik zählt zu den effizientesten Heiztechniken. Während konventionelle Anlagen die heißen Abgase einfach zum Schornstein hinauspusten, wird bei der modernen Brennwerttechnik dem Abgas auch die im Wasserdampf gebundene Kondensationswärme entzogen und dem Heizsystem zugeführt.
Dadurch werden Nutzungsgrade von bis zu 98 Prozent erreicht und das Heizöl nahezu verlustfrei in Nutzwärme umgewandelt. Mehr ist physikalisch kaum möglich.

Gegenüber veralteten Öl-Standardheizungen kann ein Öl-Brennwertgerät bis zu 30 Prozent Energie einsparen. Im Vergleich zu jüngeren Niedertemperaturanlagen sind es bis zu zehn Prozent Einsparpotenzial. Kombiniert mit Systemen zur Nutzung regenerativer Energien lässt sich der Energieverbrauch sogar noch weiter senken.

Wie funktioniert moderne Brennwerttechnik?

Stellen Sie sich einen großen Kochtopf mit kochendem Wasser vor. Ohne Deckel verdampft das ganze Wasser. Legen Sie den Deckel wieder auf den Topf, kondensiert das Wasser daran und tropft in den Topf zurück. Es geht also keine Energie verloren. So in etwa funktioniert auch Brennwerttechnik. Bei älteren Heizungen geht ein Großteil der Wärme, also Energie, durch den Schorn¬stein verloren. Die Heizungs¬abgase sind ca. 150 Grad Celsius heiß. Moderne Brennwerttechnik ist für die Heizung so etwas wie der Topfdeckel. Die Wärme, die in den Abgasen enthalten ist, wird in einem Wärme¬tauscher zu Wasserdampf kondensiert, um so zusätzliche Energie für die Heizung zu gewinnen. Die Abgase, die dann noch aus dem Schornstein kommen, sind nur noch ca. 40 Grad Celsius warm.


Warum lohnt sich Brennwerttechnik bei der Heizungsmodernisierung?

Moderne Brennwerttechnik ist so effizient, dass Sie Ihre Heizkosten deutlich reduzieren können. Das spart in einem durchschnittlichen Vier-Personen-Haus- halt schnell bis zu 40 Prozent der Kosten für die Heizung ein. Aufs Jahr gerechnet ist das eine Ersparnis von ca. 700 Euro.* Die hohen Einsparungen bei den Energiekosten sind auch ein Grund, warum sich Erdgas-Brennwert so schnell rechnet, nämlich schon nach 4,8 Jahren.
Außerdem entstehen mit Brennwerttechnik bei der Verbrennung von Erdgas deutlich weniger Ruß und Feinstaub, so dass Sie die ersten 3 Jahre gar keinen und auch anschließend viel weniger Besuche vom Schornsteinfeger erhalten als bei anderen Heizungssystemen.


Wohin mit der neuen Heizung?

Eine Erdgasheizung können Sie ganz flexibel aufstellen, da kein Lagerraum für den Brennstoff notwendig ist.
Das Dach
Wird die Erdgas-Brennwertheizung unter dem Dach montiert, ist das eine besonders kostengünstige Lösung für die Abgasführung. Ein Doppelrohr wird direkt durch das Dach geführt und sorgt für die notwendige Zuluft von Sauerstoff und Abluft der Verbrennungsluft. Der Wohnraum
Brennwertgeräte gibt es auch als kompakte, platzsparende Wandgeräte, so dass diese auch in einer Nische im Wohnraum Platz finden können. Diese Lösung ist besonders für Wohnungen optimal.
Der Keller
Der klassische Ort für die Heizung ist der Keller. Hier hat man meistens ausreichend Platz, um auch große Geräte, die zum Beispiel einen Warmwasserspeicher beinhalten, aufzustellen.

* Modellrechnung: Sie sparen bei einem unsanierten frei stehenden Einfamilienhaus (150 m² Wohnfläche, 3 Personen) bis zu 700 € Heizkosten jährlich. Berechnungsgrundlage: Jahresverbrauch von: 30.000 kWh Gas oder 3.000 Liter Heizöl für Heizung und Warmwasser.

Das perfekte Duo: Erdgas-Brennwerttechnik und Solar

Moderne Gas-Brennwertheizungen sind extrem effizient und schonen sowohl das Klima als auch den Geldbeutel. Ein idealer Partner für Brennwerttechnik ist Solarenergie. Mit der Kraft der Sonne können bis zu 60 Prozent des Jahresenergiebedarfs der Warmwasserbereitung gedeckt werden. Unterstützt man mit Solarthermie auch noch die Heizung, lassen sich die Energiekosten um weitere 20 Prozent senken.


Die Kombination von Sonnenenergie und Erdgas-Brennwerttechnik macht sich auch für den Klimaschutz bezahlt:

Nach Berechnungen des Öko-Institutes Freiburg fällt die CO2-Bilanz mit dem Duo aus Erdgas-Brennwerttechnik und Solar mit 335 Kilogramm CO2/Jahr deutlich geringer aus als bei anderen Heiztechniken. Zum Vergleich: Bei einer kombinierten Heizöl-Solaranlage werden 538 Kilogramm CO2/Jahr an die Umwelt abgegeben.

Die Sonne hat ihnen ein Bad eingelassen

Sie kennen das: Im Sommer liegt der Gartenschlauch nur ein paar Minuten in der prallen Sonne und schon ist das Wasser darin deutlich erwärmt. So ähnlich funktioniert auch eine Solaranlage für Ihre Warmwasserbereitung. Die Sonnen¬strahlen treffen auf die Solarkollektoren auf dem Dach und dabei wird der Wärmeträger – ein Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel – erwärmt. Diese Trägerflüssigkeit wird dann von einer Umwälzpumpe zum Warmwasserspeicher geleitet, wo die Wärme über einen so genannten Wärmetauscher an das Wasser abgegeben wird. Das Ergebnis: ganz viel warmes Wasser für mehr Komfort in Ihrem Zuhause.

In den Sommermonaten kann die gesamte Warmwasserbereitung durch die Nutzung von Solarthermie gedeckt werden. Auf das Jahr gerechnet sparen Sie durchschnittlich ca. 60 Prozent der Energie für die Brauchwassererwärmung. Reicht die solare Energie im Winter nicht zur kompletten Erwärmung des Wassers aus, sorgt der Heizkessel für die zusätzlich benötigte Wärme.

Was ist Solarthermie?

Bei der Solarthermie wird Sonnenenergie mit Hilfe von Kollektoren in Wärme umgewandelt. Im Gegensatz zur Photovoltaiktechnik wird hier kein Strom gewonnen, sondern Sie können damit direkt das warme Wasser für Dusche, Badewanne und Spüle gewinnen und zusätzlich noch Ihr Zuhause heizen. Das spart nicht nur jede Menge Energiekosten, sondern ist auch noch gut für die Umwelt! Im Sommer kann die gesamte Warmwasserbereitung – immerhin 12 Prozent des gesamten Energieverbrauchs im Haus – komplett von der Solaranlage übernommen werden. Unterstützt die Solaranlage auch noch die Erdgas-Brennwertheizung, lassen sich die Energiekosten insgesamt um bis zu 45 Prozent senken.

 

Welche Kollektortypen gibt es?

Um Solarenergie für Ihre Heizung nutzen zu können, gibt es 2 verschiedene Kollektorarten: Flachkol¬lektoren und Vakuum-Röhren¬kollektoren. Jede Technik hat ihre Vor- und Nachteile. Wir werden mit Ihnen über die geeignetste Lösung sprechen.

Flachkollektoren sind in der Anschaffung, Wartung und Inspektion preiswert. Auch eventuelle Reparaturen sind bei dieser Kollektorart oft mit nur geringen Kosten verbunden. Sie zeichnen sich also besonders durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis aus. Allerdings benötigen sie relativ viel Fläche und haben einen niedrigeren Wirkungsgrad als Vakuum-Röhrenkollektoren. Insbesondere im Winter sind die Erträge geringer.

Vakuumröhrenkollektoren sind äußerst effizient und erreichen auch im Winter sehr hohe Wirkungsgrade. Sie benötigen deutlich weniger Fläche als Flachkollektoren. Nachteilig sind die höheren Anschaffungs- und evtl. anfallende Reparaturkosten.

 

Wie lassen sich Solarkollektoren montieren?

Solarkollektoren lassen sich auf verschiedene Art und Weise montieren und sind somit beinah für jedes Haus geeignet. Kollektoren können auf das Dach montiert oder in das Dach eingelassen werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, sie per Wand-Montage als Vordach oder aufgestellt als Flachdach-Montage zu installieren.